So wählen wir unsere Weine aus
Bei Weinwunder entscheidet keine Einkaufsabteilung, welcher Wein ins Sortiment kommt. Die Vorauswahl trifft Andreas Krause persönlich, die Entscheidung fällt danach in einer offenen Verkostung mit bis zu 30 Leuten. Etwa jeder zehnte Wein, den wir probieren, schafft es am Ende in den Shop. Wie dieser Weg aussieht, steht hier.
1. Wir finden ein Weingut
Kandidaten kommen aus drei Richtungen: von Messen, aus Empfehlungen und von unseren Reisen. Dass ein Winzer von sich aus auf uns zukommt, ist der seltenste Fall. Wir suchen dort, wo sonst wenig hingeschaut wird — bei kleinen, familiengeführten Betrieben, die außerhalb ihrer Region kaum jemand kennt.
2. Wir fahren hin
Bevor ein Wein in den Shop kommt, waren wir beim Winzer. Über 60 Weingüter in Deutschland, Spanien, Italien, Österreich und Frankreich haben wir bisher besucht: Weinberg, Keller, Gespräch. Das ist der aufwendigste Teil des Verfahrens und der, den wir uns nicht sparen. Wer Wein verkauft, sollte wissen, wie und von wem er gemacht wird.
3. Andreas trifft die Vorauswahl
Aus dem, was vor Ort probiert wurde, wählt Andreas aus, was überhaupt weitergeht. Zwei Dinge entscheiden: die Stilistik und das Verhältnis von Qualität und Preis. Die Maßgabe ist einfach — sehr guter Wein für möglichst wenig Geld.
4. Das Dorfpanel probiert
Danach kommen die Weine auf den Tisch. Unser Dorfpanel umfasst bis zu 30 Personen; wie viele zusammenkommen, hängt von der Verfügbarkeit ab und von der Zahl der Weine, die zu probieren sind. Wir verkosten offen, nicht blind, und sammeln alle Beurteilungen ein.
Das ist bewusst kein Fachgremium. Hier sitzen Menschen, die den Wein später trinken — keine Kritiker, die Punkte vergeben.
5. Das Votum entscheidet
Was das Panel überzeugt, kommt ins Sortiment. Was durchfällt, kommt nicht — auch dann nicht, wenn uns der Wein selbst gefallen hat. Unterm Strich schafft es etwa einer von zehn probierten Weinen in den Shop.
Was zum Nein führt
Fast immer steht einer von zwei Gründen dahinter. Entweder stimmt die Stilistik nicht — ein handwerklich sauberer Wein, der trotzdem niemanden am Tisch abholt. Oder das Verhältnis von Qualität und Preis trägt nicht: gut, aber nicht gut genug für das, was er kosten müsste.
Wer dahintersteckt
Andreas Krause trifft die Vorauswahl und besucht die Weingüter. Mirjam Deneke erzählt, was dahintersteckt. Wie wir über Wein schreiben und wo wir Grenzen ziehen, steht in unseren Redaktionsleitlinien.