Wein zu Fisch & Meeresfrüchten
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Fisch ist der Gang, bei dem ein falscher Wein am schnellsten auffällt. Zu viel Holz, zu viel Alkohol, zu wenig Säure — und der Fisch schmeckt nach nichts mehr. Was funktioniert, ist fast immer dasselbe: ein Weißwein mit klarer Säure, ohne schweren Ausbau, der nicht lauter sein will als das Essen.
Genau solche Weine stehen hier. Der Riesling Herrenberg von Anton Schmitz aus der Ahr ist schlank und mineralisch, der Albariño „Atlantic Way“ kommt aus Rías Baixas, wo man seit Jahrhunderten nichts anderes als Meeresfrüchte dazu isst, und der Soave Classico „Pigno“ von Corte Mainente ist der ruhige Begleiter für alles Gedämpfte. Dazu die beiden Crémants von Maison Julg aus dem Elsass — Schaumwein ist zu Austern und Garnelen schwer zu schlagen.
Lachs ist fetter als Weißfisch und verträgt mehr Körper. Die „Garnacha Blanca" von Vinos del Viento ist dafür vom Erzeuger ausdrücklich empfohlen — Gelbfrucht, etwas Feuerstein, genug Substanz. Auch der Grauburgunder „Fundament" von Wageck funktioniert.
Zu gegrilltem Thunfisch oder Rotbarbe ja, wenn der Rotwein wenig Gerbstoff hat und kühl serviert wird. Zu gedämpftem Weißfisch eher nicht — die Gerbstoffe treffen auf das Fischeiweiß und hinterlassen einen metallischen Ton. Wir führen hier bewusst nur Weiß-, Rosé- und Schaumweine.
Trockener Schaumwein oder ein säurebetonter Weißwein ohne Holz. Der „Ribolla Gialla Spumante" von Piera 1899 aus dem Friaul passt, ebenso der Sauvignon Blanc von Stolleis aus der Pfalz.
Siehe auch: Wein zu Gegrilltem und alle Weißweine.